06.06.2009 Henning Heinz  
100 Mio eingesetzt und ├╝ber 3 Mrd bekommen

Magna und die russische Sber Bank investieren 100 Mio. Eigenkapital in Opel. Der Staat stellt 3 Mrd. Euro Bürgschaften was im Kern bedeutet dass die neuen Eigentümer sich 3 Mrd Euro leihen können und wenn man den Kredit nicht mehr zurückzahlen kann dann macht das der Steuerzahler. Hört sich eigentlich klasse an für alle Beteiligten außer den Steuerzahler.
Opel macht derzeit Verluste und soll angeblich in den kommenden Jahren rentabel werden. Wenn die Abwrackprämie ausläuft ist erstmal zu befürchten das die Autobranche erneut durch ein tiefes Tal schreiten wird. Genug Zeit um Kapital und Werte aus dem Unternehmen zu ziehen.
Das sich GM so schnell von seiner "Perle" Opel trennt macht mich skeptisch. Da kann der Opel Betriebsratsblinde vorsitzende Klaus Franz sein Unternehmen noch so gesund beten.
Und die Politik macht fleissig mit. Wirtschaftsminister Karl Theodor Von Guttenberg spielt ein wenig Theater damit er hinterher sagen kann er war ja schon immer dagegen. Franz Müntefering findet alles gut was Wählerstimmen bringt und mit fast 70 muss er auch nichts mehr riskieren. Wenn es schiefgeht dann geht der Franz halt in den Ruhestand.
Subventionen für Alle
Horst Seehofer muss das natürlich auch gut finden sitzt doch in Fürth die Primondo (früher Quelle). Die ist zwar angeblich ein Logistikriese und dick im Onlinegeschäft, hat mit Privlieg die vielleicht stärkste Haushaltsgeräte Marke Deutschlands und bekommt trotzdem kein Bein vor das Andere. Das könnte evtl. daran liegen dass das Management jeden Cent Substanz aus dem Unternehmen (vorwiegend) in die eigene Tasche gewirtschaftet hat.
Herr Middelhoff, sie haben ganze Arbeit geleistet. Millionen verdient, den Konzern ausgehöhlt und dem Nichts dann mit Arcandor einen tollen neuen Namen gegeben. War Arcandor nach dem Verkauf des Tafelsilbers (die eigenen Immobilien) angeblich schuldenfrei, sind inzwischen wieder alle Unternehmensteile beliehen bzw. als Sicherheiten bei den Banken hinterlegt. Was im Falle einer Insolvenz wohl bedeutet dass am Ende nur noch die Mitarbeiter übrig bleiben. Um die kümmert sich dann der Steuerzahler. Aber ganz so schlimm wird es wohl nicht kommen. Die profitablen Warenhäuser bekommt wohl die Metro. Die hofft damit Ihre Galeria Kaufhof aus den roten Zahlen zu bekommen und wird dann in ein paar Jahren wahrscheinlich feststellen dass man nicht wegen der Karstadt rote Zahlen schreibt sondern weil kein Kunde in ein Warenhaus geht um überteuerte Ware, oft in Ramsch-Qualität, bei unfreundlichem Personal zu kaufen.
Macht ja nichts. Durchhalten bis das Wahljahr kommt und dann die Hand aufhalten.

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